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Der Spar-Endspurt 2018 beginnt

Noch bis zum 31. Dezember staatliche Zulagen sichern

Sparer bekommen derzeit kaum mehr Zinsen auf ihre Ersparnisse. Umso wichtiger sind daher beim Vermögensaufbau staatliche Förderungen. Doch Millionen Deutsche lassen sich die Zuschüsse durch die Lappen gehen. Wer diesen Fehler in 2018 nicht wiederholen möchte, hat noch bis Ende des Jahres Zeit, die Förderungen vom Staat einzustreichen. Wofür es Prämien gibt und was jetzt zu tun ist, erklärt Karsten Eiß von der Bausparkasse Schwäbisch Hall.

Mit Wohn-Riester, Arbeitnehmersparzulage und Wohnungsbauprämie können Arbeitnehmer dreifach profitieren. „Um tatsächlich die volle Fördersumme zu erhalten, müssen sie aber noch bis Jahresende den erforderlichen Eigenbetrag leisten“, weiß Eiß.

Mit Wohn-Riester bis zu 950 Euro extra für vierköpfige Familien

Die höchstmögliche Fördersumme erhält, wer vier Prozent seines Vorjahresbruttoeinkommens abzüglich Zulagen in einen zertifizierten Riester-Vertrag einzahlt. Das sind mindestens 60 Euro und maximal 2.100 Euro. „Eine vierköpfige Familie kann durch Grund- und Kinderzulage bis zu 950 Euro im Jahr an Zuschüssen erhalten“, erklärt Eiß. Zu den Zulagen können handfeste Steuervorteile kommen. Berufseinsteiger unter 25 erhalten bei Abschluss eines Riester-Bausparvertrags zudem einen einmaligen Bonus vom Staat in Höhe von 200 Euro.

Die Beantragung der Riester-Zulagen ist bis zu zwei Jahre rückwirkend möglich – bis zum 31. Dezember 2018 können also noch die gesamten Zuschüsse für die Jahre 2016 und 2017 beantragt werden. Tipp von Karsten Eiß: „Bausparer können das sogenannte Dauerzulagenverfahren nutzen. Damit stellt die Bausparkasse jedes Jahr automatisch und fristgerecht den Zulagenantrag für den Kunden. Um sicherzugehen, dass die vollen Riester-Zulagen angerechnet werden, ist es aber wichtig, dass Änderungen bei Gehalt, Kindergeld, Familienstand oder Wohnort umgehend der Bausparkasse mitgeteilt werden.“

Förderung für Arbeitnehmer oft ungenutzt

Viele Arbeitgeber zahlen ihren Angestellten, Beamten oder Auszubildenden zusätzlich zum Gehalt vermögenswirksame Leistungen, zum Beispiel auf einen Bausparvertrag. Je nach Branche sind das bis zu 40 Euro pro Monat. Aktuell nutzen rund 40 Prozent der Berufstätigen den Zuschuss, ergab eine Studie von Kantar TNS – doch viele verzichten auf die Gabe vom Chef und lassen sich dadurch bares Geld entgehen. Denn: Der Staat belohnt diese Anlage zusätzlich mit der Arbeitnehmersparzulage. Bei bis zu 470 Euro Sparleistung bekommen Sparer so noch einmal 43 Euro extra im Jahr.

Bauwillige müssen allerdings beachten, dass für die Arbeitnehmersparzulage Einkommensgrenzen gelten. So kann eine Familie mit zwei Kindern die Zulage mit einem jährlichen Bruttoarbeitslohn von bis zu 62.300 Euro bekommen. „Selbst wer keine vermögenswirksamen Leistungen vom Arbeitgeber erhält, kann sich die Arbeitnehmersparzulage sichern: Dazu muss er sich bis zu 470 Euro des Gehalts direkt auf sein Bausparkonto überweisen lassen“, rät Karsten Eiß. Wer versäumt hat, die Arbeitnehmersparzulage in Anspruch zu nehmen, kann diese rückwirkend bis zu vier Jahre anfordern – bis zum 31. Dezember 2018 können also noch die gesamten Zuschüsse für 2014 bis 2017 beantragt werden.

Mit der Wohnungsbauprämie bis zu 45 Euro kassieren

Bauwillige, die bis zu 512 Euro im Jahr für ihren Bausparvertrag aufbringen, erhalten vom Staat die Wohnungsbauprämie in Höhe von 8,8 Prozent der investierten Summe. Über 30 Millionen Deutsche sind laut TNS Infratest derzeit förderberechtigt und haben so die Chance auf bis zu 45 Euro extra pro Jahr. Doch gerade einmal ein Fünftel aller Berechtigten nutzt die Wohnungsbauprämie, um ihr Sparvolumen zu erhöhen.

Auch bei der Wohnungsbauprämie sind Einkommensgrenzen zu beachten: Um sie zu erhalten, dürfen Alleinstehende ein Bruttoeinkommen von bis zu 31.600 Euro haben. Bei einer Familie mit zwei Kindern darf das Bruttoeinkommen 80.600 Euro betragen. Außerdem erhält die Förderung nur, wer das Guthaben auch für Maßnahmen rund ums Bauen und Wohnen einsetzt. Bei der Wohnungsbauprämie ist – wie beim Wohn-Riester – eine rückwirkende Beantragung für die letzten zwei Jahre möglich. Das bedeutet, dass bis zum Ende dieses Jahres noch die Prämien für 2016 und 2017 beantragt werden können.

Neue Unterstützung für Familien: Das Baukindergeld

Familien mit Kindern und Alleinerziehende, die Wohneigentum kaufen oder bauen, können seit Mitte September dieses Jahres Baukindergeld beantragen. Grundvoraussetzung für die Förderung ist, dass die Familie erstmalig Wohneigentum erwirbt und tatsächlich in der geförderten Immobilie wohnt. Die Höhe des Zuschusses beträgt pro Kind und Jahr 1.200 Euro. Das zu versteuernde Jahreshaushaltseinkommen von 75.000 Euro zuzüglich 15.000 Euro je Kind darf nicht überschritten werden.

Volle Zulagen für neu abgeschlossene Verträge

Für Kurzentschlossene hat Karsten Eiß noch einen Anlage-Tipp: „Wer jetzt noch die volle staatliche Förderung für 2018 beziehen will, kann bis zum 31. Dezember einen Bausparvertrag abschließen, den erforderlichen Eigenbeitrag einzahlen und so noch die vollen Zuschüsse für dieses Jahr mitnehmen.“

 

 

Kontakt

Siegfried Bauer
Sebastian Flaith
Carolin Großhauser
Karsten Eiß
Kathrin Milich, Referentin Presse und Information bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall. (Foto: Bausparkasse Schwäbisch Hall)
Kathrin Milich