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Klimawende: Ohne Wohngebäude geht es nicht!

Sie sind Täter, Opfer und zugleich Retter – Gebäude spielen in dreierlei Hinsicht eine zentrale Rolle beim Klimaschutz. Wie ist das gemeint?

Beginnen wir mit dem Offensichtlichen: Gebäude sind Täter. Denn: Mehr als ein Drittel des Energieverbrauchs hierzulande wird durch Immobilien verursacht, in denen wir wohnen und arbeiten. Heizung und Warmwasser spielen dabei die größte Rolle. Mit 190 Millionen Tonnen CO2 im Jahr ist die Gebäudewärme einer der größten Verursacher von Treibhausgas-Emissionen in Deutschland.

Obwohl mitschuldig, sind die Gebäude und ihre Bewohner gleichzeitig auch Opfer der Klimaveränderungen: Die Schäden durch Wetterextreme wie Starkregen, Hitze oder schwere Stürme haben in den letzten Jahren zugenommen und gehen längst in Millionenhöhe. Immobilienbesitzer müssen ihre eigenen vier Wände in den nächsten Jahren also buchstäblich wetterfest machen.

Bei der Klimawende sind Wohngebäude Täter, Opfer und Retter zugleich."
Reinhard Klein, Vorsitzender des Vorstands der Bausparkasse Schwäbisch Hall

Gleichzeitig schlummert im Gebäudesektor ein riesiges Potenzial. Immobilien haben die Chance, die Klimawende zu retten! Der Schlüssel liegt vor allem im veralteten Bestand: Von den rund 19 Millionen Wohngebäuden in Deutschland wurden zwei Drittel noch vor der ersten Wärmeschutzverordnung gebaut, sind also mindestens 40 Jahre alt. Bei 65 Prozent von ihnen ist die Gebäudehülle ungedämmt. Saniert man so eine Bestandsimmobilie, kann der Energieverbrauch um bis zu 80 Prozent sinken. Eine neue Heizanlage mit erneuerbaren Energien senkt den CO2-Ausstoß zusätzlich auf nahezu null.

Wir sind überzeugt: Ohne den Immobiliensektor kann die Klimawende nicht gelingen. Wir brauchen deshalb nachhaltig gebaute und energieeffizient modernisierte Immobilien. Klar ist aber auch: Die Hausbesitzer dürfen mit dieser Aufgabe nicht allein gelassen werden. Sie brauchen Klarheit über die gesetzlichen Vorgaben und eine transparente, unkomplizierte Förderung. Klimafreundliches Verhalten muss belohnt werden und eine notwendige CO2-Bepreisung sollte sozialverträglich ausgestaltet sein. Denn Wohnen muss jeder.

#Hausmeinung von Reinhard Klein, Vorsitzender des Vorstands der Bausparkasse Schwäbisch Hall AG

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Kathrin Milich, Referentin Presse und Information bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall. (Foto: Bausparkasse Schwäbisch Hall)
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