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Zinswende oder Zinsende?

Weltweit sind die Renditen von den Marktteilnehmern auf Talfahrt geschickt worden: Währungskrieg, Brexit, Rezessions-Sorgen, Strafzölle – jeden Tag schüren neue schlechte Nachrichten die Ängste der Finanzmärkte und führen zur Flucht in die sogenannten sicheren Häfen wie Schweizer Franken, Bundesanleihen oder Gold. Im Ergebnis rentieren festverzinsliche Wertpapiere im Gegenwert von unvorstellbaren 13 Billionen Euro mit negativen Renditen. Zur Veranschaulichung: Würde man von diesem Betrag normale Reihenhäuser erwerben und aneinanderreihen, so würde diese Häuserreihe mehr als 3.700(!) mal um den Äquator herumführen. Vorstellbar? Aber sehen Sie es mal so: Hätten Sie gewusst, dass die Umlaufrendite 10-jähriger Wertpapiere vor zehn Jahren fast vier Prozent mehr als heute betrug?

Lassen Sie sich von den nervösen Stimmungen nicht anstecken! Wenn Sie planen eine Immobilie zu erwerben, dann verfolgen Sie Ihren Plan weiter.“
Dr. Rainer Eichwede, Leiter Finanzcontrolling

Wird die Zinswende in nächster Zeit kommen? Wir wissen: Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Experten lagen mit ihren Vorhersagen schon oft daneben. Fakt ist: Die globalen Zentralbanken betreiben inzwischen Geldpolitik, die faktisch die Wirtschaft stabilisieren soll. Dies führt aktuell dazu, dass die klassische Preisfunktion des Zinses nahezu abgeschafft wurde. Ob dies richtig oder falsch ist, darüber wird die Zukunft entscheiden: Tatsächlich hat diese Politik in den letzten zehn Jahren auch dazu beigetragen, dass wir inzwischen auf die längste Phase eines kontinuierlichen Wirtschaftswachstums in der Geschichte zurückschauen können.

Tatsache ist aber auch, dass das, was den Finanzmarktteilnehmern eher Sorge bereitet, Baufrauen und -herren freuen sollte! Lassen Sie sich von den nervösen Stimmungen nicht anstecken! Wenn Sie planen eine Immobilie zu erwerben, dann verfolgen Sie Ihren Plan weiter. Das Zinsniveau ist attraktiv, ein Rückgang der Immobilienpreise ist kurzfristig nicht zu erwarten. Aktuell übersteigt die physische Nachfrage nach Wohnimmobilien das Angebot deutlich. Und auch die langfristigen Aussichten bleiben gut: Eine Studie der Universität Freiburg im Auftrag der Schwäbisch Hall-Stiftung zeigt, dass die Nachfrage hoch bleiben wird und bis 2030 sogar noch steigen kann. Damit ist und bleibt Wohneigentum ein gutes Investment.

#Zinsmeinung von Dr. Rainer Eichwede, Leiter Finanzcontrolling bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall

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Kathrin Milich, Referentin Presse und Information bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall. (Foto: Bausparkasse Schwäbisch Hall)
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