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Zinsen bleiben vorerst niedrig

Baugeld ist derzeit extrem günstig: Darlehen mit einer zehnjährigen Laufzeit sind aktuell für unter 1 Prozent möglich. Damit liegen die Konditionen wieder auf dem Tiefstand vom Herbst 2016. Ursache ist die weiterhin unsichere politische und wirtschaftliche Lage: Die Konjunkturaussichten für Deutschland, aber auch für die globale Wirtschaft haben sich zuletzt eingetrübt. Hinzu kommen die Ankündigungen der Notenbanken in Europa und den USA, die Zinsen 2019 nicht anzuheben. Anleger setzen deshalb nach wie vor verstärkt auf Sicherheit wie langfristige Staatsanleihen. Die hohe Nachfrage lässt deren Renditen sinken. Im April lagen die zehnjährigen Bundesanleihen sogar im negativen Bereich – entsprechend verharren die Bauzinsen auf niedrigem Niveau.

Derzeit gibt es also keine Anzeichen für einen baldigen Zinsanstieg. Aufwärts wird es voraussichtlich frühestens zum Jahresende 2019 gehen – davon gehen auch etliche Experten aus. Denkbar ist aber auch, dass der Zinsanstieg noch länger auf sich warten lässt. Denn neben der eingetrübten Konjunktur haben einige Euro-Staaten noch ein weiteres Problem, nämlich ihr strukturelles Haushaltsdefizit. Dies führt zu einer zunehmenden Abhängigkeit dieser Staaten von niedrigen Zinsen. Ein Argument, dass eher gegen ein baldige Rückkehr zu einer strafferen Geldpolitik und damit gegen bald steigende Leitzinsen spricht und vielmehr die Nachfrage nach Bundesanleihen zusätzlich stützt.

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Kathrin Milich, Referentin Presse und Information bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall. (Foto: Bausparkasse Schwäbisch Hall)
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